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Claudia Roth hört Grundrauschen im Bundestag

Ein Interview im Deutschlandfunk am 25.92020 mit der Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Claudia Roth machte deutlich, wie sehr unsere Gesellschaft von den verschiedensten politischen Kräften immer mehr polarisiert wird.

Wenn man Frau Roth hörte, konnte man neue Begrifflichkeiten lernen, die offensichtlich von ihr geprägt worden sind. So behauptete sie, „Sexismus sei wie Rassismus tief in der Gesellschaft verankert. Maskulinisten versuchten sich etwas zurückzuholen, was ihnen nicht gehöre”.

Sie beklagte, daß in unserer Gesellschaft immer mehr polarisiert werde und zeichnete ein Bild, bei dem man den Eindruck haben kann, daß es den Frauen in Deutschland sehr schlecht gehen muß.

Frau Roth meint im Bundestag ein „Grundrauschen“ und eine Grundstimmung zu vernehmen, wenn Frauen an das Rednerpult treten.

Die Art und Weise, wie sich die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages gegenüber anderen Persönlichkeiten äußerte, zeigte in einer erschreckenden Weise, auf welchem Niveau mittlerweile argumentiert und diskutiert wird. Es wäre sehr hilfreich gewesen, wenn sie sich einmal an ihre eigenen Äußerungen im Bundestag erinnern würde, die keinesfalls immer geeignet waren, zur Befriedung in unserer Gesellschaft beizutragen.

Besonders aufschlußreich für das Demokratieverständnis der Vizepräsidentin des Bundestages, Frau Claudia Roth, ist ihre Vorstellung, daß unbedingt etwas unternommen werden muß, um mehr als 30 % Frauen im Bundestag zu haben. Werden zukünftig Personen wie Frau Roth den Bürgern vorschreiben, wen sie zu wählen haben? Müssen die Bürger zukünftig sich an Vorgaben der Grünen ausrichten, in welchem Verhältnis zwischen Männern und Frauen sie die Kandidaten für den Bundestag zu wählen haben?

Natürlich eifert Frau Roth, die als Vizepräsidentin des Bundestages eigentlich für alle demokratisch gewählten Abgeordneten unparteiisch agieren müßte, gegen die AFD. Dabei erweckt sie in ihrer Ausdrucksweise den Eindruck, als wenn es sich hier um eine Partei handelt, die nicht in den Bundestag gehört. Auch hier darf Frau Roth daran erinnert werden, daß die Wähler die Mandate vergeben und nicht Frau Roth und ihre Gesinnungsgenossen.

Wie hoch Frau Roth das „Hohe Haus“, nämlich den Bundestag achtet, zeigte sie vor einigen Monaten bei einer Bundestagsdebatte, bei der sie den Sitzungsvorsitz wahrnahm. Bei einer Rede des Abgeordneten Petr Bystron machte sich die Vizepräsidentin über dessen Rede lustig und benahm sich so deplatziert, daß sie eigentlich einen Verweis hätte erhalten müssen. Vielleicht hat sie gar nicht bemerkt, daß sie nicht den Abgeordneten, sondern das „Hohe Haus“ durch ihr Verhalten lächerlich machte.

Es bleibt nur zu hoffen, daß die Bürger bei der Wahl in Erinnerung haben, wer demokratisch nicht nur redet, sondern auch handelt und wer die tatsächlichen Interessen der Bürger vertritt. Glücklicherweise entscheiden bei der Wahl die Wähler.

Von Bornemann

Ihre Sprache ist ihr Geist, und ihr Geist ist ihre Sprache; man kann sich beides nicht identisch genug denken. (Alexander von Humboldt)

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